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Short Track

Schnelle Flitzer in Dresden

Am letzten Wochenende gastierten Short Tracker aus der ganzen Welt zum Weltcup-Finale in Dresden. Fast 2.300 Zuschauer erlebten schnelle und spektakuläre Rennen. Unter den Begeisterten auch viele ehemalige Short Tracker und Eisschnellläufer – auch Jens Boden, der für kufenflitzer.de einige Fotos knipste. Sie sind in der Bildergalerie zu finden.

1st Masters International Sprint Games

Uwes Bericht

Nach seiner Rückkehr von den ersten Internationalen Sprint-Weltmeisterschaften der Masters lässt uns Uwe Herrmann durch sein Tagebuch an der Reise teilhaben. Lest selbst!

Bericht aus Inzell

Freitag: 13. Februar
Na  klar, heute ist Freitag der 13. – aber trotzdem heißt es für mich: Auf nach Inzell! Am Mittag geht es dann los und ich sitze im Bus nach Berlin, um von dort aus weiter nach Salzburg zu fliegen. Warum Salzburg werdet ihr euch fragen? Das hat nur einen Grund, das Hotel ist einfach unschlagbar billig.
Gegen 17 Uhr bin ich dann in Berlin angekommen und habe mein Gepäck eingecheckt und schaue nun auf das Flughafen Gelände. 

Der Flug nach Inzell war ein ganz netter. Die Crew war sehr locker drauf und hatte ein wenig mit der Technik zu kämpfen. Das Video für die Sicherhinweise konnte nicht gesendet werden. So kamen wir zu einer Livevorführung. Das löste in der Kabine Applaus und auch fröhlichen Lachen aus. Auch der Kapitän machte einen lockeren Spruch.
 
Ich fand das alles sehr frisch. Mal was anderes, nicht so steif, sondern wie gesagt sehr frisch. Der Flug war dann auch nach 55 Minuten bereits zu Ende. Noch schnell ins Hotel und dann war dann auch Schluss. Morgen wird sicher ein sehr schöner Tag. Nur hoffe ich auf schönes Wetter.

Samstag: 14. Februar
Erster Wettkampftag: Gleich vorweg, es war nicht mein Tag! Aber immer schön der Reihe nach. Heut ist Valentinstag, der Tag der Verliebten, das Wetter macht dem alle Ehre. Für die die Verliebten ist es der perfekte Tag, denn es ist Neuschnee gefallen.

Im Übrigen, es schneit den ganzen Tag. Dies hat dann auch im Wettkampf Folgen. Nach einem sehr guten Frühstück mache ich mich auf den Weg nach Inzell. Die Fahrt dauert etwas mehr als eine halbe Stunde. Am Eisstadion angekommen, bezahle ich meine Startgebühren. Danach schaue ich mir den Wettkampfplan an und stelle fest ich hätte noch nicht da sein müssen. Bis zu meinem ersten Start dauert es dann noch zwei Stunden.

Die Wetterverhältnisse sind nicht so gut. Aber was schreibe ich, es ist halt wie dieses Jahr in Dresden: da war ja auch immer Mittwoch Mist-Wetter. Was soll’s, die Bedingungen sind für alle gleich.

Die 400-Meter-Bahn ist gut besucht und es wird hier und da geredet. Man sieht sich halt wieder und wertet den einen oder anderen Wettkampf aus. Auch Stephan und Dietmar, mit denen ich schon in Hamar war, sind da. Stephan kann nicht laufen, aber er ist trotzdem da. Da sieht man mal wie verrückt, so manche sind – nicht nur ich!

Ich bin dann die 500 Meter gegen den Italiener Livio Mella gelaufen. Er ist zwar schon AK 35, aber man darf die „älteren“ Sportler auch nicht unterschätzen, denn der schnellste bin ich ja auch nicht. Ich habe den Lauf aber dann doch mit einer schlechten Zeit von 44,01 Sekunden gewonnen. Das ist wohl das schlechtes Ergebnis dieses Jahr. Was soll’s, es kann nur besser werden.

Es ist aber auch nicht das beste Eis. Es ist schon sehr ausgefahren und es wirkt sehr spröde. Ich habe sehr mit diesen Bedingungen zu kämpfen.

Nun habe ich viel Zeit, fast drei Stunden bis zu den 1.000 Meter. Ich genehmige mir ein Mittagessen mit Nudeln. Auch kommt man wieder ins Gespräch.  Mittlerweile sind wir im Zeitplan fast 30 Minuten voraus. Das stört mich aber nicht.

Die 1.000 Meter waren dann wieder nicht so gut. Einerseits reichte meine Kraft nicht, andererseits war das Eis auch wieder ausgefahren. Wenigstens sieht das Eisstadion schön aus mit viel Schnee. Nun geht es wieder nach Hause ins Hotel.

Sonntag: 15. Februar
Zweiter Wettkampftag: Heute brauche ich nicht so früh los, so habe ich Zeit mein Frühstück ganz in Ruhe einzunehmen. Ich hoffe, dass es ein besserer Tag wird. Ich kann schon mal sagen, dass er das nicht wird. Aber wieder alles der Reihe nach!

Gegen 10.30 Uhr fahre ich nach Inzell und komme dort dann auch 11.00 Uhr.  Ich beginne dann auch gleich mit Erwärmung. Der Wetter ist heute besser und ich hoffe darauf, dass das Eis heute ordentlich gewischt wird. Leider passiert das aber nicht.

Es schneit immer noch ein wenig. Die 500 Meter laufe ich gegen den Australier und gewinne das Rennen – aber  wieder sehr schlecht mit 44,21 Sekunden. Ich bin bedient und weiß nicht was mit mir los ist. Na ja, dabei sein, ist halt alles.

In der Pause gönne ich mir ein wenig Ruhe und mache einen Spaziergang um die Eisbahn. Es ist alles herrlich, denn der Schnee schimmert in der Sonne. Es liegt massig Schnee. Hier und da ein Foto und dann geht es wieder. Noch ein wenig schauen und dann heißt es schon wieder „Go to start“.

Ich laufe wieder gegen den Italiener. Also einen richtigen Gegner habe ich daher wieder nicht, denn er läuft auch nicht so schnell. Zwar waren die 1.000 Meter heute ein wenig schneller, aber ich bin trotzdem sauer 1,31Minuten. Das ist wohl nicht mein Wochenende gewesen. 

Nach der Siegerehrung, die eine Stunde dauert, fahre ich zurück nach Salzburg, um mich dort ein wenig auszuruhen. Am Abend düse ich dann noch einmal zum Abschluss nach Inzell.

Fazit der Reise: Neben vielen Gesprächen und netten Menschen waren meine Zeiten nicht so gut. Ich bin ein wenig traurig. Aber ich habe wieder etwas erlebt und das ist auch gut so.

Morgen früh geht dann mein Flieger zurück nach Hause, wo ich am Nachmittag wieder meine Schützlinge auf der Eisbahn trainieren werde.

Short Track

Offizielles LogoSAMSUNG ISU World Cup Short Track Dresden 2009

Wer schon immer einmal packende Zweikämpfe, taktische Mannschaftsleistungen und mitunter recht überraschende Resultate auf dem Eis sehen wollte, für den bot sich in Dresden DIE Gelegenheit schlechthin. Spitzensportler aus 26 Nationen trafen beim SAMSUNG ISU World Cup Short Track aufeinander und haben sich dabei nichts geschenkt.

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7. Einzelstrecken-Masters

Uwe ist zurück

Seit dieser Woche ist Uwe Herrmann wieder aus Hamar zurück – voller Eindrücke, wie nicht anders zu erwarten.

Das zeigt auch sein kleines Tagebuch, das ich hier voller Freude veröffentlichen darf.
Kurzer Bericht aus Hamar

Eine Reise mit leichten Hindernissen, aber dafür eine sehr schöne, die sich auch diesmal wieder gelohnt hat. Vom Streik in Frankfurt habe ich wenig mitbekommen – abgesehen von 30 Minuten Verzögerung beim Abflug – war alles in Ordnung.

Zufrieden bin ich dann auch später in Hamar angekommen. Sofort nach der Anreise habe ich die Halle betreten, um ein paar Runden zu laufen. Die war zu diesem Zeitpunkt leer. Ich konnte fünf Minuten alleine meine Runden auf dem Eis drehen bevor noch einer auf das Eis kam.

In der Halle selber ist in der Mitte ein Kunstrasen, auf dem man Fußball spielen kann. Natürlich ist das alles mit Netzen abgesichert. Die Norweger wissen sich halt auch zu helfen und verstehen, wie man eine Eisschnelllaufhalle noch anders einsetzen kann.

In der Halle beeindruckt mich, wie auch von außen, die Architektur. Man hat das Gefühl, dass man in einen Boot ist, welches auf dem Bauch liegt. Ganz anders als in Erfurt. Die Halle hat zwar auch ein Gerüst aus Holz, aber nicht so wie hier mit so vielen Verstrebungen. 

Im Bereich des 500-Meter-Zieles hängt ein sehr großer Schlittschuh in rot und auf der anderen Seite am 500-Meter-Start ein großer Fisch an der Decke. Ja, ja die Norweger sind schon ein Volk für sich. 

Das Eis selbst empfinde ich als schnell, auch wenn es so aussieht,als ob es schon ein paar Stunden nicht mehr gepflegt wurde.

Vor der Halle fällt mir auf, dass große Zelte aufgebaut werden. Denn in zwei Wochen finden in Hamar die WM im Mehrkampf statt.

Am nächsten morgen klingelt 8 Uhr der Wecker. Aufstehen und dann zum Frühstück. Heute sehe ich auch viele Läufer und es wird schon beim Frühstück geschaut, wer wann und wo läuft. Ich habe auch die Möglichkeit mal zu schauen und stelle fest, dass ich über 500 Meter und 3.000 Meter außen laufe. Über 3.000 Meter ist das gut, denn dann hat man ja die letzte Kurve innen.

Nach dem Frühstück geht es noch zum Training, um auch heute gleich mal das Eis zu probieren. Stephan Haueisen habe ich auch gleich getroffen. Wir kennen uns gut von anderen Wettkämpfen. Das ist auch so ein „Verrückter“, der sich immer überall rumdrückt. Auch Claudia Pechstein ist am Eis um dort zu trainieren. Generell kann man sagen, dass die Halle heute viel munterer wirkt! Es ist sehr viel heller und auch laute Musik kommt aus den Lautsprechern.

Nach dem Training gehts wieder runter vom Eis und noch einmal Schlittschuhe schleifen. Zurück in der Halle heißt es dann auch Vorbereitungen treffen, um zu laufen. Die 500 Meter stehen an.

Gegen 11:15 Uhr läuft dann auch Claudia Pechstein nach einem Fehlstart 40,88 Sekunden. Sie schimpft über den Starter. Wir reden kurz mit einander.  Ich war auch der Meinung wie sie, dass der Starter sehr lange wartet. Mir selber ist das aber nicht zum Verhängnis geworden, denn ich habe mich ja schon auf das lange Warten eingestellt.

Ich selber bin dann mit einer 42,25 Sekunden Saisonbestzeit gelaufen und bin durchaus zufrieden, wenn man auch sagen muss, dass mehr drin gewesen wäre. Nun ja, morgen geht es ja nochmal über die 500 Meter.

Nun habe ich Zeit zum Entspannen. Ich nutze die Zeit mit einem Spaziergang um die Halle. Es schneit übrigens und das schon seit heut morgen. Ich genieße die Ruhe, denn es ist kein Mensch weit und breit zu sehen oder zu hören, ab und zu sehe ich ein Auto, aber mehr auch nicht.

Gegen 16.30 Uhr kann ich dann auch die 3.000 Meter laufen. Stephan Haueisen hilft mir und zeigt mir die Runden an, welche ich laufe. Wir beide peilen die 5:05 Minuten an, das würden 40iger Runden bedeuten. Naja, letztendlich war es dann keine 5:05 Minuten, sondern eine 5:13 Minuten. Ich bin aber trotzdem sehr zufrieden, denn es war auch so Bestzeit. Sechs Sekunden besser als die Letzte Bestzeit.

Stephan sagt mir nach dem Lauf, dass die anderen Trainer ihren Spaß mit mir hatten, denn ich hätte fast immer beinahe das Hütchen am Kurveneingang mitgenommen. Das hätte dann eine Disqualifikation mit sich gezogen.

Später – ganz unverhofft – so gegen 19 Uhr hört es auf mit schneien und ich fahre nochmal raus, um ein paar Fotos von der Halle zu machen. Im Abendlicht sieht die Halle besonders schön aus und strahlt eine Ruhe aus, die ihres gleichen sucht. Die Fotos sind dann zwar geworden, aber live sehen, ist immer schöner.

Am nächsten Tag klingelt auch diesmal der Wecker wieder 8 Uhr. Denn um 10 Uhr heißt es „Go to the Start“. Nach einer guten Erwärmung geht es dann auch los. Ich bin ein wenig enttäuscht, denn ich muss kurzfristig alleine laufen. Und gerade über die 500 Meter macht das keinen Spaß. Naja, laufen will ich und muss ich auch so.

Die Zeit gefällt mir dann auch nicht! Mit 42,96 Sekunden bin ich genau so schnell wie in Dresden. Das kann ja über die 1.000 Meter nur besser werden. In der Pause, die zirka zwei Stunden dauert, kann ich mich dann noch ein wenig umschauen. Man(n) wird auch überall mal angesprochen und gefragt, wo ich denn genau herkomme. So kommt man schnell immer wieder in Kontakt, es macht Spaß neue Menschen kennen zu lernen.

Nun muss ich mich aber auf die 1.000 Meter vorbereiten. Die waren letztendlich ein Erfolg. Es war zwar keine Bestzeit, aber halt Saisonbestzeit. So bin ich sehr zufrieden. Ich hatte mir auch vorgenommen, alles zu geben und anzugehen wie bei denn 500 Meter. Das ist mir auch gelungen, zumindest für meine Verhältnisse.

Resumee: Das waren drei Tage Norwegen mit vielen Eindrücken, Gesprächen und Erlebnissen wie Skifahren und Schlittschuh laufen. Ich bin, abgesehen von einer schlechten 500-Meter-Zeit, zufrieden und ich fliege mit einer Bestzeit und einer Saisonbestzeit wieder nach Hause. So hat sich auch diese weite Reise gelohnt und ich bin froh, dass ich das gemacht habe. So kann ich wieder eine Bahn mehr abhaken. Gern würde ich hier auch nochmal laufen. Mal sehen, was die Jahre so bringen.

16. Internationaler Elbe-Pokal

Quartiersuche 16. Elbe-Pokal am 24./25. Januar 2009.

Liebe Eltern, liebe Sportler,

es ist wieder einmal soweit. Bereits zum 16. Mal werden wir am 24./25. Januar 2009 den Internationalen Elbe-Pokal in Dresden durchführen. Über 70 Sportler aus ganz Deutschland und sogar aus den Niederlanden werden dafür zu uns in die Landeshauptstadt reisen. Wer kann einen Sportler bei sich aufnehmen?
Quartiersuche

Liebe Eltern, liebe Sportler,

es ist wieder einmal soweit. Bereits zum 16. Mal werden wir am 24./25. Januar 2009 den Internationalen Elbe-Pokal in Dresden durchführen. Über 70 Sportler aus ganz Deutschland und sogar aus den Niederlanden werden dafür zu uns in die Landeshauptstadt reisen.

Jeder Verein stellt für den zweitägigen Wettkampf eine Mannschaft mit jeweils einem Mädchen und einem Jungen in den Altersklassen 10 bis 13. Diese Teams werden um den Titel „Sieger beim 16. Internationalen Elbe-Pokal“ kämpfen. Wer sich wohl durchsetzen wird?  

Damit dieses Sportevent auch in dieser Saison wieder ein voller Erfolg wird, benötigen wir Ihre Unterstützung: Die Kufenflitzer sollen in der Nacht von Samstag zu Sonntag in Privatquartieren (einschließlich Abendbrot und Frühstück sowie Transfer zur Eislaufbahn) untergebracht werden. Bitte geben Sie uns bis zum 13. Januar Bescheid, ob Sie einen Teilnehmer des Elbe-Pokals bei sich aufnehmen können.

Hier können Sie Ihre Rückmeldung per E-Mail abgeben.

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Mit sportlichen Grüßen

Klaus Knauer

Eislauf-Verein Dresden e. V.
Abteilungsleiter Eisschnelllauf